Geschenke zum Muttertag 2015

Muttertag in Österreich

Welchen Beitrag hat das Wiener Pfadfinderkorps an der Implementierung des Muttertags in Österreich? Der Muttertag geht hier auf eine Initiative von Frau Marianne Hainisch zurück. Frau Hainisch lebte von 1839 bis 1936 und ist die Gründerin der österreichischen Frauenbewegung. Zudem ist in ihrer Biographie vermerkt, dass Frau Marianne Hainisch von einer Bewegung in Philadelphia, welche von Ann Jarvis eingeleitet wurde, inspiriert wurde. Ann Maria Reeves Jarvis versuchte 1865 die Mütterbewegung „Mothers Friendships Day“ zu gründen. Hier konnten sich Mütter zu aktuellen Themen und Fragen austauschen. 1860 kam die Mütterbewegung dann in Europa an. Hier stand allerdings im Vordergrund, dass sich Frauen für mehr Rechte und vor allem für bessere Bildungschancen für Mädchen einsetzten. Der Frauenweltbund, der auch international für mehr Anerkennung der Mütter eintrat, wurde dann 1890 gegründet.

Allerdings wir vonseiten der Chronisten des ÖPB behauptet, dass Frau Marianne Hainisch seit ca. 1917 mit den Pfadfinderkorps von Österreich verbunden war. Zudem zählte sie seit 1922 zu den Ehrenpräsidentinnen des Wieder Pfadfinderkorps.

Herr Michael Hainisch, der Sohn von Frau Marianne Hainisch, führte während seiner zweiten Amtszeit 1924 den Muttertag in Österreich ein. Der Wieder Korps hat für die Verbreitung des Muttertagsgedanken Bedeutendes getan. So marschierten am Muttertag des Jahres 1926, genauer gesagt am 09. Mai, circa 850 Pfadfinder über die Wiener Ringstraße. Im Anschluss paradierte das Korps direkt vor Frau Marianne Hainisch. Auf einem Foto ist festgehalten, wie die Ehrenpräsidenten auf einem Stuhl sitzend am Bürgersteig ihre Hand zum Pfadfindergruß erhob.

Der diesjährige Muttertag 2015 findet, genau wie in Deutschland, am 10. Mai statt.

Von wem kommt der Muttertag?

Der Muttertag 2015 wurde von der Amerikanerin Anna Jarvis ins Leben gerufen. Nachdem ihre Mutter am 8. Mai 1905 verstarb, wollte sie ihr für ihre glorreichen Taten Respekt zollen und organisierte eine kleine Gedenkfeier in der ortsansässigen Kirche. Freunde und Bekannte, die zu dieser Feier eingeladen wurden, waren so begeistert, dass sie im darauffolgenden Jahr beschlossen, ebenfalls einen Gedenktag für ihre verstorbenen Mütter einzuführen. Von dieser positiven Resonanz beflügelt, machte es sich Jarvis zur Aufgabe, dass alle lebenden Mütter für ihre hingebungsvolle Arbeit und Mühe geehrt werden sollten. Hierfür schrieb sie zahlreiche Briefe an Politiker, Geistliche und Männer mit einem großen Einflussbereich. Durch den Kauf einer kleinen Werbeagentur konnte sie ihr Vorhaben schließlich selbst unter die Menschen bringen und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, viele Menschen von ihrem Vorhaben zu begeistern. Bereits im Jahre 1907 wurde der zweite Sonntag im Mai offiziell zum Muttertag ernannt.

Der Ursprung des Muttertages reicht zeitlich jedoch noch weiter zurück. Bereits 250 vor Christus wurden zu Ehren der griechischen und römischen Göttinnen Feste abgehalten, die dem des Muttertages sehr nahe kamen. Als in England um 1220 herum Heinrich der Dritte regierte, wurde die Mutter Kirche zum Mittelpunkt der Feierlichkeiten anlässlich des Mothering Days ernannt. Das mittelalterliche England festigte diesen Brauch 1644. Kinder besuchten ihre Mütter und brachten ihnen kleine Geschenke oder aber selbst gebackene Kuchen mit.

Der erfolgreichen Pioniersarbeit von Anna Jarvis ist es zu verdanken, dass der Muttertag schließlich auch auf dem europäischen Festland gefeiert wurde. Zu Zeiten des ersten Weltkrieges, im Jahre 1917, wurde der Ehrentag das erste Mal in der Schweiz gefeiert, anschließend übernahmen Skandinavien und Österreich den Brauch. Bis er seinen Weg schließlich auch nach Deutschland fand, dauerte es weitere 5 Jahre. 1922 wurden zum ersten mal die deutschen Mütter geehrt und verwöhnt.